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Das endozervikale Zylinderepithel

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Das Epithel, das den Zervikalkanal und die endozervikalen Krypten auskleidet, besteht aus einreihigen, schleimproduzierenden Zylinderzellen. Diese Zellen sind schlank und hochprismatisch und gartenzaunartig formiert. Die Zellkerne sind meist randständig orientiert, der Basalmembran angrenzend. Durch die Schleimproduktion kann der Zellkern jedoch auch zur Mitte hin gedrängt werden. Bei entzündlichen Vorgängen kann es zu vermehrtem Schleimverlust kommen und die Zellen werden plumper und Mitosen (MIB Positivität) können gelegentlich auftauchen ohne dass dysplastische Veränderungen vorhanden sind.

Abbildung 2.4  Endozervikales Epithel

 

Sekretorische endozervikale Zylinderzellen beginnen an der Junktionszone/Übergangszone (SCJ) und kleiden sowohl Zervikalkanal als auch die endozervikalen Krypten aus. Sie produzieren Schleim und bilden so den Schleimpfropf, der die Portio verschließt um das Eindringen von Bakterien und Pilzen zu verhindern. Die zilientragenden Flimmerzellen kommen gehäuft am Übergang von Endozervix zum Endometrium vor. Ihre Hauptfunktion ist der aktive Schleimtransport entlang der Schleimhaut.Sie können allerdings besonders nach vorangegangenen Eingriffen bevorzugt Konisationen auch an anderer Stelle im Zervikalkanal auftauchen und werden dann als “Tubare Metaplasie” oder “tubo-endometrioide Metaplasie” bezeichnet.

Reservezellen sind kleine, unreife, kubische Zellen die unter dem einreihigen zervikalen Zylinderepithel liegen. Von diesen Zellen gehen metaplastische Umbauprozesse aus. Vorrangig anzutreffen sind Reservezellen im Bereich der Transformationszone. Um sie von den darüberliegenden Zylinderzellen zu unterscheiden, eignet sich das Immunprofil. Das Endozervikalepithel bildet nicht nur die Gewebeoberfläche, sondern bildet in der Zervixwand drüsenartige endozervikale Krypten, sie  befinden sich zwischen  0,5 und 1cm unterhalb der Epitheloberfläche.