3. Epidemiologie und Ätiologie des Zervixkarzinoms

Epidemiologie

Entsprechend der GLOBOSCAN Daten, die von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (International Agency for Research into Cancer / IARC) im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation / WHO 2012) veröffentlicht wurden, stellt das Zervixkarzinom das 3.häufigste Karzinom und die 4.häufigste Todesursache weltweit dar (Abbildung 3.1). Die höchste Morbidiät (Frauen, die an einem Zervixkarzinom erkranken) und Mortalität (Frauen die an einem Zervixkarzinom versterben) wird in Ländern mit niedrigem sozioökonomischen Status, unstrukturierten Gesundheitssystemen und unorganisiertem Zervixkarzinom-Screening beobachtet. Laut WHO finden sich ca. 70% der Zervixkarzinomfälle in Ländern mit niedrigem und mittlerem BIP. Für das Jahr 2012 wurden laut WHO weltweit 528.000 Neuerkrankungen und 266.000 Todesfälle zu verzeichnet (WHO 2012).

Die Häufigkeitsverteilungen von Inzidenz und Mortalität zeigen sowohl weltweit als auch innerhalb von Europa sehr unterschiedliche Werte (Figure 3.1 and Ferlay et al. 2013). 

Inzidenz und Mortalität innerhalb von Europa

  • Alterstsandardisierte Durchschnittswerte für die Gesamtinzidenz und –mortalität liegen bei 13.4 und 4.9 auf 100,000 Frauen
  • Die Spannweite liegt zwischen Höchstwerten von 34.9 und 14.2 in Rumänien und niedrigsten Werten in der Schweiz mit 4.2 und 1.6.
Abbildung 3.1.  Krebsinzidenz und -mortalität  2012 weltweit [WHO]
Abbildung 3.2. Inzidenz und Mortalität europaweit (EUCAN)

 

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