Plattenepithel

Das Plattenepithel der Zervix uteri und der Vagina ist unverhornt und geschichtet, bestehend aus mehreren Zelllagen flacher, polygonaler Zellen mit zentralen Zellkernen. Das geschichtete Plattenepithel der Zervix kann in 3 Zellschichten untergliedert werden: die Superfizial, Intermediär- und Parabasal/Basalzellschicht. Dem geschichteten Plattenepithel kommt vor allem eine Schutzfunktion zu, es spielt aber auch eine maßgebliche Rolle in der Aufrechterhaltung des pH Wertes des Vagina.

  • Die Superfizialzellschicht besteht aus reifen Superfizialzellen, diese sind nicht verhornt obwohl sie gelegentlich noch Keratohyalinkörnchen beinhalten können: die Zellkerne dieser Zellen sind klein und pyknotisch mit reichlich und scharf begrenztem flach ausgebreitetem Zytoplasma. Diese Zellen sind vollständig ausgereift und bereit abzuschilfern. Gelegentlich weist diese Zellschicht ein sog. “Schachbrettmuster” auf, im Gegensatz zur Koilozytose jedoch ohne Auffälligkeiten im Zytoplasma.
  • Die Intermediärzellschicht besteht aus ausreifenden Plattenepithelien mit bläschenförmigen, etwas größeren Zellkernen. Der Zellleib wird mit zunehmender Ausreifung der Zelle größer; beide Zellschichten sowohl Superfizial- als auch Intermediärzellschicht sind bei einer geschlechtsreifen Frau reich an Glykogen.
  • Die Parabasal/Basalzellschicht besteht aus nur wenigen Zelllagen. Die Zellen haben weniger Zytoplasma und größere Kerne als Intermediärzellen, sie entwickeln sich aus der Basalzellschicht, die aus nur einer Zellreihe besteht und der Basalmembran aufliegt. Basalzellen sind Stammzellen für die Regeneration des Plattenepithels: die mitotische Aktivität kann anhand der MIB-1 Positivität in Basal- und Parabsaslzellen nachgewiesen werden.
Abbildung 2.3. Histologischer Schnitt durch ein mehrschichtiges, unverhorntes Plattenepithels der Ektozervix mit den unterschiedlichen Zellschichten: Superfizial-, Intermediär-, Parabasal- und Basalzellschicht.

 

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